Natur

Es gibt etwas, was mir das Üben von Yoga in der Großstadt, wo ich bisher fast mein gesamtes Leben verbracht habe, nicht mehr zu geben vermag.

Zum einen vermisse ich häufig eine gewisse Schlichtheit, Einfachheit. 
Zum anderen fehlt mir beim Üben in einem geschlossenen Raum meist die Verbindung zur Natur. Das unmittelbare Spüren der Elemente.

Yoga Asanas direkt auf der Wiese, dem lebendigen Erdboden, zu üben, ist eine Erfahrung für alle Sinne.
Der Duft von Erde und Pflanzen, ein Windhauch, der um die Nase streicht, die Sonne, die mit ihrer Kraft den Körper stärkt, das Plätschern eines nahen Wasserfalls, die Ruhe, die von der spiegelnden Oberfläche eines Sees ausstrahlt – das alles will wahrgenommen, erlebt, gefühlt werden.

FeuerUm meine Verbindung mit der Natur zu intensivieren, mehr über ihre Vielfalt und Lebendigkeit zu erfahren, aber auch darüber, wie man mit einfachsten Mitteln (über-)leben kann, absolvierte ich von 2013-2014 eine 1-jährige Ausbildung zur Wildnispädagogin bei der Wildnisschule Chiemgau.

Meine schon immer kritische Einstellung zu unserer Konsumwelt wurde dadurch noch intensiviert. Ich habe viele Anregungen und Einblicke in Möglichkeiten alternativer Lebensweisen und einen achtsamen und respektvollen Umgang mit allem, was uns umgibt, erhalten.

Ich durfte erfahren, wie wenig es braucht – zumindest an materiellen Dingen – um glücklich zu sein, und empfinde es als große innere Bereicherung, diesen Weg weiter zu gehen.
…Nach dem Motto: „Schlicht ins Licht“…